Aufbau der Weiterbildung

Die Weiterbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von 1 - 1,5 Jahre  und ist in 2 Abschnitte gegliedert.
Sie besteht aus einem Grundkurs und einem Aufbaukurs.
Zum ersten Mal bieten wir einen Teil des Grundkurses als E-Learning Programm an. Das in der Systemischen Hörtherapie zu Wissende wird in interessanter Weise multimedial vermittelt.
Nicht alles kann jedoch auf der digitalen Plattform vermittelt werden. Das Gespür für den Menschen, das Wahrnehmen und Fühlen von Entwicklungsprozessen in der Therapie kann nur im Umgang von Mensch zu Mensch, in der Begegnung stattfinden. Deshalb gibt es im Grundkurs auch zwei praktische Seminare. Am Ende  des 2. praktischen Seminars findet die Prüfung zum Assistenten*in in der Systemischen Hörtherapie statt.

Grundkurs

Grundkurs 1       (E-Learning)
Grundkurs 2       (E-Learning)
Grundkurs 3       (E-Learning)

1. Praktisches Seminar im Grundkurs (5 Tage) (Termin wird noch mit den Studenten abgestimmt)
2. Praktiktisches Seminar im Grundkurs mit Prüfung (6 Tage) (Termin wird noch mit den Studenten abgestimmt)

Aufbaukurs  

Es gibt Aufbaukurse mit 4 mal vier Weiterbildungstagen. Am Ende der Aufbaukurse ist die Teilnehmerin und der Teilnehmer als „Hörtherapeut*In“ berechtigt, selbstständig eine Praxis für Hörtherapie zu leiten oder mit erweiterter Qualifikation in einer bereits bestehenden Praxis mitzuarbeiten. Damit ist zum Beispiel der Bereich der Hörtherapieplanung, Hörprofilinterpretation, aktive Sequenzen der Systemischen Hörtherapie anzuleiten und Gesprächsführung gemeint.

Die neue 7. Weiterbildungseinheit kann jetzt mit dem E-Learning Programm starten. Für Ende August 2019 ist der Beginn der Aufbaukurse terminiert. Alle weiteren Termine siehe Weiterbildung/Termine.

Es ist möglich in den Aufbaukurs bei Interesse an einem oder mehreren der Seminare teilzunehmen. Die Voraussetzung ist, dass ein Basiswissen durch eine anderswo absolvierte Hörtherapieausbildung nach Dr. A.Tomatis vorliegt. Sollte jemand an dem Aufbaukurs komplett teilnehmen, dann darf er sich nach Abschluss „Systemischer Hörtherapeut“ bzw. "Systemische Hörtherapeutin" nach Auris Integralis nennen.

Sie finden den genaueren inhaltlichen Aufbau der  Grundkurse und  Aufbaukurse der Weiterbildung in  "Systemischer Hörtherapie" unter Lehrinhalte.


 

 

Ziele der Ausbildung

Unsere Teilnehmer lernen bei Menschen mit einer gestörten auditiven Wahrnehmung, diese zu analysieren und zu verstehen.

Sie lernen mit der Systemischen Hörtherapie ein therapeutisches Verfahren, die Hörverarbeitung und Hörwahrnehmung durch gezielte Intervention zu verbessern.

Sie lernen weiterhin einen therapeutischen Prozess zu begleiten, der ihre Klienten zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit und zur Entwicklung Ihres kommunikativen Potentials verhilft. Im Grundkurs wird die Qualifikation erworben, kompetent in einer bestehenden Hörpraxis mitzuarbeiten.

Mit dem erforderlichen Abschluss des Aufbaukurses wird die Qualifikation erworben, selbständig die Systemische Hörtherapie anzuwenden. 


 

 

Lehrinhalte des Grundkurses

Grundkurs 1: "Abenteuer Hören – Systemische Sichtweise auf Hören und Entwicklung"

Selbsterfahrung Hören mit unterschiedlichen Klangmedien
Grundprinzipien des Elektronischen Ohres
Anatomie und Physiologie des Gehörs
Aufbau und Funktionsprinzipien des Gehirns Teil 1
Zentrale Hörverarbeitung und Hörwahrnehmung 
Aufbau und Ablauf der Systemischen Hörtherapie
Therapie als Entwicklungsbegleitung

 

Grundkurs 2: "Diagnostik Teil 1 und Kindesentwicklung Teil 1 und 2"

vorgeburtliche Entwicklung und die Anfänge der Kommunikation
sensomotorische Entwicklung im 1. und 2. Lebensjahr
frühe Entwicklung des „Selbst“ – Selbstempfindung und Bezogenheit
Selbsterfahrung Klang und Körper
Aufbau und Funktion des Gleichgewichtssinnes
Diagnostik Teil 1: Erstellung eines Hörprofils
Praktische Arbeit mit dem Elektronischen Ohr

 

Grundkurs 3: "Hörtherapie Teil 1, Diagnostik Teil 2, Kindesentwicklung Teil 3"

Entwicklung Kindheit und Jugend
Eingangsuntersuchung: Aufbau und Durchführung
Bestimmung der Audiolateralität
Dynamischer Aufbau einer Hörtherapie: Wirkungsmodule
Gestaltung der therapeutischen Beziehung und der Rahmenbedingungen in der Hörtherapie
Behandlungsauftrag
Musik und Klangmedien in der Hörtherapie 
Abschlußprüfung zum Systemischen Hörtherapieassistenten bzw. Hörtherapieassistentin


 

 

Lehrinhalte des Aufbaukurses

Aufbaukurs 1: "Hören und Motorik"

Wer Fühlen will muss Hören (Spitzer);
das vestibuläre System;
motorische Entwicklung und ihre Diagnostik;
Atem-Stimme-Körperklang

 

Aufbaukurs 2: "Hören und Sprache"

Sprachentwicklung „vom Lautieren zur Schriftsprache“
Selbsterfahrung der aktiven Phasen mit und ohne DEE/EO
Sprachanbahnung in der Systemischen Hörtherapie (warum, wann, welche Einstellung)
Teilleistungsstörungen (z.B. Legasthenie, Dyskalkulie) und Systemische - Hörtherapie
Aufmerksamkeitsprobleme ( z.B.AD(H)S, Konzentrationsprobleme): Theorie, Testverfahren, Behandlungskonzepte mit der Systemischen Hörtherapie
Sprach- und Sprechstörungen (z.B. Stottern, Aphasie und Dysphonie): Behandlungskonzepte und Fallbeispiele

 

Aufbaukurs 3: "Hören und Psychodynamik"

Hörprofilinterpretation unter psychologischen Gesichtspunkten
Tiefenpsychologische Grundlagen (Psychoanalyse, C.G. Jung, humanistische Psychologie, Bindungstheorie)
Moderne systemische psychotherapeutische Verfahren
Neuropsychologische Korrelationen zur Psychodynamik
Selbstbild, Selbstwirksamkeitskonzepte und Systemische Hörtherapie
Psychopathologie
Hörtherapeutische Vorgehensweise unter psychodynamisches Sicht

 

Aufbaukurs 4: "Synopsis"

Aufbau und Durchführung verschiedener Therapiegestaltungen;
Vertiefende Fallstudien;
Vorstellung der Hausarbeiten (ausführliche Falldarstellung und Diskussion mit allem was zu einer Hörtherapie dazu gehört, wenn möglich auch mit Videodokumentation)
Abschlussprüfung zum Systemischen HörtherapeutenIn


 

 

Didaktik

Der Unterricht findet in Form von Vorträgen, Selbsterfahrung, gemeinsamer Reflexion, Praktika, Gruppenarbeit und Fallsupervision statt. Visualisierungstechniken und Videolehrbänder werden zur Lernoptimierung eingesetzt. Der inhaltliche Aufbau ist in Form eines Spiralcurriculums gestaltet, d.h. gewisse Schwerpunktthemen durchziehen den gesamten Kurs wie ein roter Faden. Diese Themen werden mit Fortschreiten des Kurses immer differenzierter auf der jeweiligen Ebene neu miteinander vernetzt und behandelt. Im Verlauf des Kurses wird von jedem Teilnehmer eine schriftliche Hausarbeit (in der Regel eine Fallstudie) angefertigt. Grund- und Aufbaukurs enden jeweils mit einer Abschlussprüfung.